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Erlerne den Umgang mit der Encaustic Technik
Encaustic
• Einfache Methoden 3 -

 

 


Inhaltsübersicht:

 
 

  1. Einfache Beschreibung
  2. Geschichtlicher Hintergrund (wirklich kurz)
  3. Die einfache Methode
  4. Vorzüge
  5. Malgründe allgemein
  6. Weisse Malgründe
  7. Pinsel & Reinigung
  8. Pigmente
  9. Wachs
10. Hitze & Erhitzen
11. Über Hitze
12. Zusätzliche Werkzeuge
13. Der 'Einbrenn-Prozess'
14. Rezepturen für das Mischen

15. Altertümliche Techniken (ausführliche Artikel mit vielen Abbildungen)

 

 

12. Zusätzliche Werkzeuge mit denen man arbeiten kann:

Der Arbeitsprozess mit Encaustic verlangt ein paar Werkzeuge, die in der tradtionellen Art und Weise des Malens nicht eingesetzt werden. In erster Linie handelt es sich dabei um Werkzeuge, die zum Erhitzen der Farben  benutzt werden.
Dies sind heizbare Platten, auf denen die Näpfe mit den selbstangefertigten Farben untergebracht sind, damit diese flüssig bleiben.
Desweiteren sind ein Fön oder eine Heissluftpistole notwendig, um die Farblagen mit einander zu verbinden oder um das gesamt Gemälde 'einzubrennen.'
Sonstige Werkzeuge sind diejenigen, welche schon zum Malen mit anderen Medien vorhanden sind: Pinsel verschiedener Stärken und Formen sowie Palettenmesser in den bevorzugten Formen.
Diese knappe Aufzählung umfass im Groben die beiden Arten mit denen Farbe in der Encaustic-Technik behandelt wird: aufgemalt und modelliert.
Darüberhinaus kann man alles andere benutzen, das Muster oder Strukturen in der weichen recht weichen Farbbasis erzeugt. Auch hier sind der eigenen Kreativität wiederum keine Grenzen gesetzt.
Zum Einsatz können kommen:
Schnitzmesser, Rasierklingen, Spachtel, Schaber, Dental-Werkzeuge, Modellier-Werkzeuge, Werkzeuge die für den Kupferstich benutzt werden, Lötkolben, Reiss-Nadeln und Reiss-Ahlen sowie alle anderen gefundenen und verwendbaren Gegenstände.

Firmen in Amerika bieten spezielle Encaustic-Werkzeuge an, bei denen es sich um elektrisch beheizte Spachtel handelt, die verschiedenst geformt sind. Auch Werkzeuge, die feinste bis feine Linien mit flüssiger Wachs-Farbe
erzeugen, sind dort erhältlich.
 
 
13. Der 'Einbrenn-Prozess':

Sind Deine Gemälde in der traditionellen Methode mit Pinseln entstanden, dann hast Du heisse Wachsfarbe über eine andere Wachsfarbe aufgetragen, die schon abgekühlt und erhärtet ist. Diese Art der Encaustic-Technik braucht zum Abschluss einen letzten Arbeitsgang: den 'Einbrenn-Prozess'.
Vereinfacht heisst das: die einzelnen Lagen der Farbschichten werden  miteinander verbunden.
Dieser Vorgang kann sehr einfach durchgeführt werden: lege Dein Gemälde auf einen eben, flachen Untergrund und führe einen heissen Haar-Fön in angemessenem Abstand ein paar mal darüber vorsichtig hin und her. Führe den Fön in Schlangenlinien von rechts nach links und von oben nach unten, damit alle Gebiete Deines Gemäldes etwas von der Hitze abbekommen haben.
Dieser Arbeitsschritt sollte genauestens beobachtet werden, denn eine zu starke Hitzezufuhr kann ein 'Ineinanderlaufen' der einzelnen Farbschichten verursachen.
Am besten übst Du diesen Schritt an einem Test-Stück, bei dem es nicht so genau darauf ankommt und damit ein gelungenes Meisterwerk nicht zerstört wird.

Beim 'Einbrennen' der Encaustic-Farben wirst Du beim testen sehr schnell feststellen, das auch dieser Schritt eine Vielzahl an kreativen Möglichkeiten eröffent. Du kannst Dein Gemälde nur ein wenig oder sehr dramatisch in diesem Moment verändern. Farben können tiefer einsinken oder aufsteigen (abhängig von den verwendeten Pigmenten), die Kanten von harten Farbübergängen können verschwimmen, Formen können verändert werden, Muster in Oberflächen können erarbeitet oder aber verändert werden.

Ein weiteres Werkzeuge zum 'Einbrennen' ist z.B. eine infrarote Wärmelampe, die ein gleichmässiges erwärmen und zusammenschmelzen der einzelnen Farblagen gewährleistet.
Du wirst generell feststellen, dass verschiedene Farben zu unterschiedlichen Zeitpunkten schmelzen. Dies kommt von den abweichenden chemischen Kompositionen der Pigmente, sowie auch deren spezifisches Gewicht. Dunklere Farben nehmen mehr Wärme auf und schmelzen daher eher.

14. Rezepturen für das Mischen

Die klassische Methode ist (wie bereits mehrfach erwähnt) geschmolzenes Bienenwachs mit einer entsprechenden Menge an Farbpigmenten (je nach gewünschter Deckungskraft der Farbe) zu mischen. Aber es gibt noch weitere Zusätze, die man der Bienenwachs/Farbpigment-Mischung hinzufügen kann.
Dies können Balsame oder Harze sein. Damit wird das Mal-Verhalten der gemischten Farbe beeinflusst. Zum Bienenwachs können die folgenden Zusätze hinzugemischt werden: Leinsamen-Öl, Lärchen-Terpentin, Dammar Kristalle, Mastix, Kolophonium-Harz, Carnauba-Wachs und Kopal-Harz.

· Wachs-Paste:
-
Zutaten: 1 Teil Bienenwachs (gebleicht oder natur)
               3-6 Teile Terpentin
- Vorgehensweise: Schmelze das Bienenwachs in einem doppelten Behälter, wobei der äussere kochendes Wasser enthält und der innere zur Aufnahme des Wachses gedacht ist. Wenn das Wachs geschmolzen ist, drehe die Wärmezufuhr ab und gebe das Terpentin hinzu. Rühre diese Mixtur sanft, bis sie sich vollkommen vermischt hat. Verschliesse den Behälter und lasse den Inhalt abkühlen. Dieses Produkt sollte in einem Behälter aufbewahrt werden, der luftdicht verschlossen werden kann.
- Gebrauch: Das Produkt stellt eine weiche Paste dar, die genau so gut als Ölmalmittel wie auch als Bindemittel für Pigmente benutzt werden kann. Um Farbe herzustellen, feuchte das Farbpigment mit etwas Terpentin an, bis es ein weiche Paste bildet. Füge danach die selbsthergestellte Wachs-Paste hinzu, bis die gewünschte Farbkonsistenz erreicht ist.
· Gehärtete Wachs-Paste:
-
Zutaten: 2 Teile Bienenwachs (nach Gewicht)
               1 Teil ungebleichtes Carnauba-Wachs (nach Gewicht)
               6 Teile Terpentin (nach Gewicht)
- Vorgehensweise: Wie bei der o.a. Wachs-Paste wird das Bienenwachs in einem doppelten Behälter erhitzt und mit 3 Teilen des Terpentins vermischt. In einem zweiten doppelten Behälter wird das Carnauba-Wachs erhitzt. Vermische das geschmolzene Carnauba-Wachs mit den verbleibenden 3 Teilen des Terpentins. Mische danach die Mixtur aus Bienenwachs/Terpentin mit der Mixtur aus Carnauba-Wachs/Terpentin und rühre kraftvoll während das Ergebnis abkühlt.
- Gebrauch: Diese gehärtete Wachspaste ergibt in ihrer Anwendung einen grossartigen 'letzten Schliff', denn sie kann auf Hochglanz poliert werden, nachdem sie aufgetragen wurde.
· Grundsätzliche Encaustic-Farbe:
-
Zutaten: Bienenwachs
               Pigment
               Carnauba-Wachs (falls gewünscht)
               Dammar-Harz (falls gewünscht)
- Vorgehensweise: Schmelze das Bienenwachs, feuchte die Pigmente mit Terpentin an und mische sie zu einer Paste; füge diese in das geschmolzene Bienenwachs bis die gewünschte Deckkraft der Farbe erreicht ist. Wenn diese Mischung am Abkühlen ist, dann rühre weiter, damit die Pigmente (welche schwer sind als das Wachs) sich nicht auf dem Boden absetzen.
Carnauba-Wachs: es sollte gleichzeitig mit dem Bienenwachs geschmolzen werden, bevor Farbpigmente in diese Mischung gegeben werden. Der Zusatz von Carnauba-Wachs gibt der fertigen Farbe eine widerstandsfähigere Oberfläche und einen höheren Schmelzpunkt.
Dammar Kristalle: auch diese sollten zum Bienenwachs hinzugefügt werden, bevor die Farbpigmente untergerührt werden. Die Zugabe von Dammar ergibt ebenfalls eine widerstandsfähigere Oberfläche and fügt ebenfalls einen leichten Glanz hinzu. Vermeide ein Überhitzen der Farbe aus dieser Mixtur, denn es hätte eine Trennung von Wachs und Farbpigmenten zur Folge.

Mit ein wenig Nachforschungsarbeit können bestimmt noch weitere Rezepte für die Encaustic-Technik ausfindig gemacht werden. Sei auf jeden Fall gewillt zu experimentieren, um herauszufinden, was machbar ist und was nicht.

Wie immer auch an dieser Stelle noch ein Sicherheits-Hinweis:
Vermeide das Verspritzen der Wachs/Terpentin-Mischung auf Deine Heizplatte oder in eine Heizflamme, denn die Wachs-Paste ist extrem leicht entzündlich und nur schwer zu löschen, wenn sie einmal Feuer gefangen hat.

15. Altertümliche Techniken (ausführlicher Artikel und Abbildungen)
       bitte hier klicken:
ancient techniques about encaustic
       - derzeit leider nur in Englischer Sprache - wird aber bald übersetzt.

 
 

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geplant und hier bald zu lesen:
"Encaustic - Erweiterte Methoden & Techniken"

 




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